Reiseführer
Entdecke bedeutende Orte, lokale Viertel und praktische Tipps für Jerusalem.
Du suchst nach Aktivitäten in Jerusalem? Dieser Reiseführer hilft dir bei der Auswahl von Sehenswürdigkeiten, Museen, Märkten und kulturellen Erlebnissen.
Zu den wichtigsten Aktivitäten in Jerusalem gehören die Erkundung der vier historischen Viertel der Altstadt, Besuche bedeutender Heiligtümer, archäologischer Stätten und Museen sowie ein Rundgang durch lebhafte Märkte. In der hügeligen Stadt treffen jüdische, christliche und muslimische Geschichte, Kunst, Erinnerungskultur und modernes Alltagsleben aufeinander.

Warum Jerusalem besuchen?
Jerusalem bietet eine außergewöhnlich dichte Verbindung aus Weltgeschichte, gelebter Religion, Archäologie, Kunst, Erinnerung und lokaler Kultur. Die Altstadt vereint Klagemauer, Tempelberg mit dem Al-Aqsa-Moschee-Komplex, Grabeskirche, Stadtmauern, Märkte und archäologische Überreste in einem kompakten historischen Zentrum.
Außerhalb der Altstadt erweitern das Israel Museum und Yad Vashem die kulturelle Perspektive. Der Mahane-Yehuda-Markt vermittelt dagegen einen unmittelbaren Eindruck von Essen, Handel und täglichem Stadtleben.
Jerusalem ist besonders lohnend, wenn du kulturelle Tiefe statt eines einzigen Besichtigungsthemas suchst. Die stärksten Eindrücke entstehen aus Gegensätzen: sakrale und weltliche Orte, monumentale Bauwerke und enge Gassen, alte Traditionen und eine lebendige moderne Stadt.

Aktivitäten in Jerusalem
Beginne in der Altstadt und verbinde anschließend Heiligtümer, archäologische Stätten, Museen, Aussichtspunkte und Marktkultur. Die folgenden Erlebnisse zeigen die vielen historischen und modernen Facetten Jerusalems.
Jerusalems Altstadt erkunden
Die von Mauern umgebene Altstadt Jerusalems gehört zum UNESCO-Welterbe. Ihre osmanischen Mauern umschließen vier traditionelle Viertel: das jüdische, christliche, muslimische und armenische Viertel.
Enge Gassen, überwölbte Durchgänge, Steintreppen, Märkte, Innenhöfe und Plätze führen zu Orten wie der Klagemauer, dem Tempelberg, dem Felsendom, der Grabeskirche, der Via Dolorosa, dem Tower of David und dem Cardo.
Die Erkundung erfolgt überwiegend zu Fuß und kann mehrere Stunden dauern. Das Jaffator eignet sich für den ersten Besuch; Damaskustor, Zionstor und Misttor bieten andere Zugänge.
Trage bequeme Schuhe, kleide dich an religiösen Orten respektvoll und prüfe aktuelle Wege und Zugangsregeln.
Die Klagemauer besuchen
Die Klagemauer ist einer der bedeutendsten jüdischen Gebetsorte Jerusalems. Sie ist Teil der Stützmauer rund um den erhöhten Tempelberg und steht in Verbindung mit dem antiken Tempelbereich sowie Jahrhunderten von Gebet, Trauer, Hoffnung und Pilgerschaft.
Besucher betreten zunächst den großen Platz vor der Mauer und gelangen dann zu den getrennten Gebetsbereichen. Der Ort ist zugleich Schauplatz gelebter Religion und archäologisches Zeugnis.
Die Tunnel an der Klagemauer führen unter angrenzende Gebäude und zeigen weitere Mauerabschnitte, antike Straßenniveaus, Bögen und Kammern. Führungen erfordern meist Planung.
Kleide dich dezent, verhalte dich ruhig und beachte die Regeln für Fotografie und Verhalten.
Tempelberg und Al-Aqsa-Moschee-Komplex besuchen
Der Tempelberg, auf Arabisch Haram al-Scharif, ist das bedeutendste islamische Heiligtum Jerusalems. Auf der erhöhten Plattform befinden sich die Al-Aqsa-Moschee, der Felsendom, historische Gebetsbereiche, Gärten, Arkaden und weite steinerne Höfe.
Der Ort ist für den islamischen Glauben zentral und zugleich tief in der jüdischen Geschichte und Tradition verankert.
Besucher erleben vor allem einen offenen architektonischen Bereich mit Bögen, Inschriften, Fliesenarbeiten, schattigen Wegen und Ausblicken über die Altstadt. Der Zugang hängt von Religionszugehörigkeit, Zweck, Sicherheitslage und religiösem Kalender ab.
Einlassregeln, Ausweisanforderungen und Sperrungen können sich schnell ändern. Prüfe offizielle Hinweise, trage konservative Kleidung und befolge die Anweisungen vor Ort.
Die Grabeskirche besuchen
Die Grabeskirche liegt im christlichen Viertel Jerusalems nahe dem westlichen Ende der Via Dolorosa. Die christliche Tradition verbindet den Ort mit der Kreuzigung, Bestattung und Auferstehung Jesu.
Brände, Erdbeben, Konflikte und Restaurierungen haben den Komplex über viele Jahrhunderte geprägt.
Im Inneren siehst du den Salbungsstein, die Golgota-Kapellen, die zentrale Rotunde und das Aedicule über dem traditionellen Grab. Mehrere christliche Gemeinschaften teilen die Kirche nach lang bestehenden Regeln.
Daher kannst du Weihrauch, Gesänge, Gebete und religiöse Zeremonien erleben.
Der Eintritt ist grundsätzlich kostenlos, doch Warteschlangen und Gottesdienste können den Besuch beeinflussen. Kleide dich angemessen, sprich leise und gehe vorsichtig auf unebenen Böden und Treppen.
Das Tower of David Museum besuchen
Das Tower of David Museum befindet sich in der historischen Zitadelle Jerusalems neben dem Jaffator. Die Dauerausstellung erzählt in zehn Galerien fast 4.000 Jahre Stadtgeschichte – mit archäologischen Funden, Objekten, Dokumenten, Kunstwerken, Filmen, Projektionen und interaktiven Darstellungen.
Das Museum erklärt Jerusalems Bedeutung für Judentum, Christentum und Islam und verfolgt zugleich Herrschaftswechsel, Modernisierung und die Entwicklung der heutigen Stadt. Plane Zeit für Höfe, Ausgrabungen, restaurierte Wachräume und Wechselausstellungen ein.
Vom Aussichtspunkt des Phasael-Turms eröffnen sich weite Blicke über die Altstadt und das neue Jerusalem. Mehrsprachige Audiomaterialien, Führungen, Rampen und Aufzüge sind vorhanden; aktuelle Bedingungen solltest du vorab prüfen.
Auf den Mauern der Altstadt spazieren
Der Rundgang auf den Mauern der Altstadt führt über die osmanischen Befestigungen Jerusalems aus dem 16. Jahrhundert.
Von oben erscheinen die historischen Viertel als dichtes Stadtgefüge, während Täler, Berge und die moderne Skyline die Umgebung prägen.
Die südliche Route verläuft vom Jaffator in Richtung Zionstor und Misttor. Sie bietet Blicke auf armenisches und jüdisches Viertel, Berg Zion, die Davidsstadt und den Zugang zur Klagemauer.
Die nördliche Route führt zum Neuen Tor, Damaskustor und Löwentor. Dabei siehst du christliches und muslimisches Viertel, Tempelberg, Ölberg und den Norden Jerusalems.
Der Weg umfasst Treppen, ungeschützte Abschnitte und unebene Flächen. Trage feste Schuhe, nimm Wasser mit und prüfe aktuelle Zugänge und Sperrungen.
Die archäologische Stätte Davidsstadt erkunden
Die archäologische Stätte Davidsstadt liegt auf dem Bergrücken südlich der Altstadt am Kidrontal. Sie wird weithin mit dem ältesten Stadtkern Jerusalems identifiziert und verbindet biblische Überlieferungen mit archäologischen Funden.
Zu den wichtigen Bereichen gehören die Gihon-Quelle, alte Befestigungen, Warrens Schacht, das kanaanäische Wassersystem, königliche und Wohnbereiche, der Teich von Siloah und ein früher Pilgerweg zum Tempel. Der Hiskija-Tunnel führt als von Hand geschaffener Wasserkanal von der Quelle zum Teich von Siloah; je nach Verfügbarkeit gibt es eine trockene Alternative.
Der Tunnel ist dunkel, eng und uneben. Plane mehrere Stunden ein und prüfe die aktuellen Zugangsbedingungen vor dem Besuch.
Das Israel Museum besuchen
Das Israel Museum liegt auf einem weitläufigen, terrassierten Gelände nahe dem Regierungsviertel Jerusalems. Es verbindet Archäologie, jüdische Kunst und Lebenswelten, israelische Kunst und internationale bildende Kunst.
Der Samuel-und-Saidye-Bronfman-Flügel verfolgt die Geschichte des antiken Landes Israel von der Vorgeschichte bis zur osmanischen Zeit. Weitere Höhepunkte sind Sammlungen zu jüdischer Kunst und Alltagskultur, der Schrein des Buches mit bedeutenden Schriftrollen vom Toten Meer, ein Modell Jerusalems zur Zeit des Zweiten Tempels und der Billy-Rose-Skulpturengarten.
Plane den Besuch nach deinen Interessen und rechne mit Wegen zwischen den Gebäuden. Ausstellungen und Informationen zur Barrierefreiheit können sich ändern; prüfe die offizielle Website vorab.
Yad Vashem besuchen
Yad Vashem, Israels Zentrum zum Gedenken an den Holocaust, befindet sich auf dem Berg des Gedenkens im Westen Jerusalems. Der Campus umfasst Museum, Gedenkstätten, Forschungssammlungen, Bildungseinrichtungen und gestaltete Außenbereiche.
Das Holocaust-Geschichtsmuseum zeigt jüdische Erfahrungen, einzelne Lebensgeschichten, die Zerstörung von Gemeinschaften, Widerstand, Überleben und Erinnerung. Originalobjekte, Fotografien, Dokumente, persönliche Gegenstände, Zeitzeugenberichte und Filme stellen Menschen und Gemeinschaften in den Mittelpunkt.
Der Besuch endet in der Halle der Namen. Auch Kindergedenkstätte, Tal der Gemeinden, Warschauer-Ghetto-Platz und das Museum für Holocaust-Kunst bieten eigene Formen des Gedenkens.
Plane mehrere Stunden ein. Die Inhalte sind emotional fordernd; das Hauptmuseum ist im Allgemeinen nicht für kleine Kinder geeignet.
Den Mahane-Yehuda-Markt erkunden
Der Mahane-Yehuda-Markt, oft Schuk genannt, erstreckt sich zwischen Jaffa Road und Agripas Street im Zentrum Jerusalems. Er begann in der späten osmanischen Zeit als offener Handelsplatz und entwickelte während des britischen Mandats feste Geschäfte und geordnete Marktbereiche.
Heute führen überdachte Gassen zu Obstständen, Bäckereien, Metzgereien, Fischhändlern, Gewürzläden, Feinkostgeschäften, Süßwarenläden, Restaurants, Cafés und Bars. Der Markt vermittelt einen direkten Eindruck vom Alltag und von der sich wandelnden kulinarischen Szene Jerusalems.
Das nahegelegene Nachlaot eignet sich als Spaziergang durch historische Wohnstraßen und Innenhöfe. Wochentags am Vormittag ist das Einkaufen angenehm; vor dem Sabbat kann es besonders voll werden.
Die beste Reisezeit für Jerusalem
Frühling und Herbst bieten meist die angenehmsten Bedingungen, um Jerusalem zu Fuß zu erkunden. Das milde Wetter eignet sich für die Altstadt, archäologische Stätten, Museen, Märkte und Aussichtspunkte.
Der Sommer ist normalerweise trocken und sonnig, kann bei Spaziergängen an den Mauern oder durch archäologische Bereiche jedoch heiß werden. Plane anstrengende Besichtigungen daher für die kühleren Tageszeiten.
Im Winter kann es frisch und gelegentlich regnerisch sein, dafür ist die Luft oft klarer und die Atmosphäre ruhiger.
Religiöse Feiertage, große Pilgerreisen und nationale Gedenktage können Zugang, Besucherzahlen, Verkehr und den Besuch heiliger Stätten beeinflussen. Prüfe kurz vor der Reise offizielle Informationen, besonders zum Tempelberg und zum Al-Aqsa-Moschee-Komplex.
Besondere Veranstaltungen
Kommende Veranstaltungen
Jerusalem Winner Marathon
Der Jerusalem Winner Marathon ist ein internationales Straßenlaufevent, das sportlichen Wettbewerb mit einer besonderen Reise durch Jerusalems antike Wahrzeichen, vielfältige Viertel und moderne Stadtlandschaft verbindet. Er bietet mehrere Streckenlängen und spricht damit Eliteathleten, erfahrene Langstreckenläufer, Familien, Gemeinschaftsgruppen sowie Besucher an, die die Stadt aktiv erleben möchten. Das Event legt außerdem Wert auf Zugänglichkeit, öffentliche Teilnahme, wohltätiges Engagement und eine festliche Atmosphäre rund um das Rennwochenende.
- Termine
- March 19, 2027
Unterwegs in Jerusalem
Die Altstadt und die zentralen historischen Bereiche erkundest du am besten zu Fuß. Steigungen, unebene Pflasterung, Treppen und enge Gassen können das Gehen jedoch anstrengend machen.
Stadtbusse und die Jerusalemer Stadtbahn verbinden zentrale Viertel mit vielen Teilen des Stadtgebiets.
Die Stadtbahn ist entlang ihrer Strecke besonders praktisch, während Busse ein breiteres Netz abdecken. Für den öffentlichen Verkehr wird vielerorts eine Rav-Kav-Karte verwendet.
Prüfe die Route vor der Abfahrt, da Bauarbeiten, Sperrungen und Änderungen den Verkehr beeinflussen können.
Taxis und Fahrdienste helfen bei Steigungen, späten Fahrten oder Zielen außerhalb der wichtigsten Verkehrskorridore. Plane bei bedeutenden religiösen und historischen Orten zusätzliche Zeit für Sicherheitskontrollen und Zugangsverfahren ein.

Standort
Karte von Jerusalem, Israel
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Deinen Besuch in Jerusalem planen
Jerusalem lässt sich am einfachsten mit einer Kombination aus Spaziergängen und öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Altstadt, Klagemauer, Grabeskirche, Tempelberg, Tower of David Museum und die nahegelegenen Stadtmauern bilden einen weitgehend fußläufigen Bereich.
Die Straßen sind jedoch oft steil, uneben und belebt.
Der Mahane-Yehuda-Markt und das Israel Museum liegen außerhalb der Altstadt und lassen sich am besten mit der Stadtbahn oder einem Taxi erreichen. Yad Vashem befindet sich am westlichen Stadtrand und ist ebenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Taxi erreichbar.
Rechne mit zusätzlicher Zeit für Sicherheitskontrollen, Zugangsregeln an religiösen Orten, Hügel und die Orientierung in engen Gassen. Im historischen Zentrum solltest du dich nicht auf einen Mietwagen verlassen.
Lokale Tipps für Jerusalem
Trage bequeme, stützende Schuhe und nimm Wasser mit. Die Kalksteinstraßen, Treppen, Steigungen und glatten Pflasterflächen können besonders in der Altstadt ermüdend sein.
An jüdischen, christlichen und muslimischen heiligen Orten ist bedeckende Kleidung ratsam. Beachte außerdem die Hinweise zu Fotografie, Eintritt und Gebetsbereichen.
Plane Besichtigungen nach Gebieten, um unnötige Wege zu vermeiden: Besuche die Orte der Altstadt gemeinsam, verbinde Israel Museum und Yad Vashem nur bei ausreichender Zeit und kombiniere den Mahane-Yehuda-Markt mit Spaziergängen im Zentrum.
Nutze die offiziellen Websites von Museen und Sehenswürdigkeiten für Reservierungen und aktuelle Besuchshinweise. Stadtbahn und Busse ergänzen sich; Taxis sind bei Steigungen, späten Fahrten oder schlecht angebundenen Zielen hilfreich.
Aktuelle Bedingungen
Aktuelles Wetter
Aktualisiert 2026-09-21 13:00
- Gefühlt
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- Niederschlag
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- Regenwahrscheinlichkeit
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- Ortszeit
- 2026-09-21 13:11
Sicher und respektvoll in Jerusalem unterwegs
Zu Jerusalems wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören religiös und politisch sensible Orte. Bedingungen und Zugangsregeln können sich kurzfristig ändern.
Prüfe offizielle Informationen von israelischen Behörden, Polizei, Stadtverwaltung und den jeweiligen Sehenswürdigkeiten, bevor du Altstadt, Klagemauer, Tempelberg und Al-Aqsa-Moschee-Komplex oder andere stark besuchte Orte besuchst.
Befolge Anweisungen an Kontrollpunkten und bei Sicherheitskontrollen. Meide Demonstrationen und Gebiete mit Unruhen und fotografiere kein Sicherheitspersonal oder Sicherheitseinrichtungen.
Bewahre Wertsachen auf belebten Märkten und in Verkehrsknotenpunkten sicher auf.
Im Notfall folgst du den Anweisungen der örtlichen Behörden und kontaktierst Israels Rettungsdienste. Halte außerdem die Kontaktdaten deiner Botschaft oder deines Konsulats bereit.